Gesundheitspolitik
Der Verband ist bei seinen gesundheitspolitischen Bestrebungen nicht nur aktuell sondern auch schon früher in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der Öffentlichkeit und den Massenmedien aufgetreten, um seine Ziele zur Verbesserung unseres Gesundheitswesens zu propagieren. Einige Beispiele insbesondere zur früheren gesundheitspolitischen Tätigkeit des Verbandes werden nachfolgend in einem Auszug aus dem Pressespiegel des von dem Verband geleiteten Allgemeinen Patienten-Verbandes wie folgt angefügt:
Die renommierte Wochenzeitschrift "DIE ZEIT" schreibt in ihrer Ausgabe vom 25.03.99, Nr. 13, 54. Jahrgang auf S. 17 ff. über den Verband folgendes:
Ein Arzt für alle FälleEr kam bei Nacht und Wind, wenn seine Patienten nach ihm riefen. Der aufopferungsvolle Hausarzt ist ein Mythos aus der guten alten Zeit. Jetzt will Rot-Grün ihn wiederbeleben. Eine sinnvolle Idee? ...
Ausgerechnet die rot grüne, nicht etwa eine konservative Bundesregierung möchte den verblaßten Mythos der Ganzheitlichkeit nun neu beleben. Die Koalition will das Gesundheitswesen reformieren und dabei den Hausarzt stärken. ...
Doch das Reizwort "Primärarzt" kommt in den "Eckpunkten" zur Reform nicht vor, das Papier enthält kaum mehr als pauschale Absichtserklärungen. ...
Doch kann der Hausarzt die ihm zugedachte Rolle ausfüllen? Ist er dafür hinreichend qualifiziert? Und wird der Patient nicht entmündigt, wenn er immer erst einen Hausarzt aufsuchen soll? "Wir sind da hin und hergerissen", sagt Christian Zimmermann, Vorsitzender des Allgemeinen Patienten Verbands. "Der Facharzt, der zum Fachidioten geworden ist, ist ebenso eine Gefahr wie der Hausarzt mit fehlenden Fachkenntnissen." Mit Hausärzten machte Zimmermann, selbst Arzt, der sich auf Gutachten über ärztliche Kunstfehler spezialisiert hat, immer wieder schlechte Erfahrungen: "Sie halten Patienten zu lange. Notwendige Therapien unterbleiben deshalb oder erfolgen zu spät." In einem Fall habe ein Hausarzt zu lange an einem Hörsturz herumgedoktert, statt den Patienten sofort zum Spezialisten zu schicken. Der Mann ist heute auf einem Ohr taub. In einem anderen Fall habe ein Hausarzt einen Herzinfarkt für eine Grippe gehalten. Der Patient sitzt heute im Rollstuhl.
Weniger Hybris als schlechte Bezahlung sind nach Zimmermann an derlei Verantwortungslosigkeit schuld. Um auf ihre Kosten zu kommen, behandelten Hausärzte alles, was sich in ihre Praxis verirrt. Jede Überweisung zum Facharzt berge die Gefahr, daß der Patient "vom Feindflug nicht mehr zurückkehrt", wie es unter Hausärzten heißt. Für die ganzheitliche Diagnostik, wie sie den Verfechtern des Hausarztmodells vorschwebt, hätten die Hausärzte gar keine Zeit. Zimmermann plädiert deshalb dafür, daß Patienten selbst entscheiden sollten, ob sie einen Facharzt aufsuchen wollen oder nicht, vor allem, wenn die Entscheidung offenkundig ist wie beim Augenarzt oder Gynäkologen. Andernfalls berge das Hausarztmodell die Gefahr, daß die ambulante Versorgung noch teurer werde.
Beweis: Wochenzeitschrift "Die Zeit", Ausgabe vom 25.03.99, Nr. 13, 54. Jahrgang auf S. 17 ff.
Das Bundesgesundheitsministerium hatte den von dem Verband geleiteten Verband schon früher in die Beratungen über die vorgesehene Gesundheitsreform einbezogen und "mit freundlicher Empfehlung" die dafür von den Koalitionsparteien entwickelten "Eckpunkte" zur Gesundheitsreform vom 08.03.99 an den von dem Verband geleiteten Verband übersandt.
In dem Vorwort zu den "Eckpunkten" schreibt die damalige Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer in den Anfangs- und Schlußsätzen folgendes :
VorwortDie Versicherten und Patienten haben bei den bisherigen Reformen im Gesundheitswesen kaum eine Rolle gespielt. Jetzt stehen sie bei der Strukturveränderung der gesundheitlichen Versorgung erstmals im Mittelpunkt. ...
In den nächsten Wochen werden wir auf der Grundlage der Eckpunkte einen breiten Dialog mit den Beteiligten führen. Besonders kommt es uns darauf an, die Versicherten selbst, die Patienten und ihre Organisationen wie z.B. Selbsthilfegruppen einzubeziehen.
Andrea Fischer
Bundesministerin für Gesundheit"Beweis: wie vor, S. 3Der Verband hat als Gast an einer Sendung bei Sabine Christiansen in Berlin teilgenommen. Weitere Gäste waren u.a. die Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer und hochrangige Gesundheitspolitiker. Die Moderatorin Sabine Christiansen bedankte sich mit Schreiben vom 14.12.98 bei dem Verband für die Teilnahme an der Sendung wie folgt:
Sehr geehrter Herr Zimmermann,
auf diesem Wege möchten wir Ihnen für Ihren Auftritt bei "Sabine Christiansen" am letzten Sonntag nochmals herzlich danken.
Unsere Zuschauer haben einen überaus interessanten Abend am Bildschirm verfolgen können. Die Einschaltquote war dementsprechend hoch. 4,64 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 18,0%.
Wir hoffen, daß Ihnen dieser Abend ebenso gefallen hat wie uns.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Sabine Christiansen.
Beweis: Schreiben der Moderatorin Sabine Christiansen vom 14.12.98Der Verband hat an zahlreichen weiteren Sendungen zur Gesundheitspolitik und / oder zur Behandlungsfehlerproblematik als Gast teilgenommen, so u.a. in Focus-TV mit Bundesverfassungsrichter a.D. Dr. Simon, in der ARD mit dem sächsischen Gesundheitsminister, in einer anderen ARD-Sendung mit der bayerischen Gesundheitsministerin, desweiteren in Sendungen in Spiegel-TV, in Stern-TV, desweiteren in so gut wie allen Diskussions-Runden, z.T. mehrfach, so u.a. bei Hans Meiser, Ilona Christen, Arabella Kiesbauer, Gyby Dietzen, Günter Jauch, Johannes B. Kerner, Sandra Maischberger..
Nicht nur in den überregionalen, sondern auch in zahlreichen regionalen Massenmedien, so u.a. in Radiosendungen und regionalen Zeitungen ist von dem Verband, über den Verband und in Interviews mit dem Verband berichtet worden.
Beispielhaft wird auf ein ausführliches Interview mit dem Verband in der Aachener Zeitung vom 26.03.99, 56 Jahrgang, hingewiesen:
"Wenn alle gesund wären, gingen die Ärzte pleite"
Patientenschützer: falsche Leistungsanreize
"Bei ärztlichen Behandlungsfehlern werden zu oft Gefälligkeitsgutachten erstellt", sagt Christian Zimmermann, der Vorsitzende des Allgemeinen Patienten-Verbandes (Marburg) im Gespräch mit AZ-Redakteurin Maria Enders. Sein Verband fordert von Bonn die Einrichtung eines unabhängigen Forschungszentrums für Medizinschäden. Die Umstellung des Vergütungssystems für Ärzte, lebenslange Anstellung von Fachärzten im Krankenhaus statt Niederlassungszwang in Praxen und die Beseitigung des Chefarztsystems sind weitere Forderungen der Patientenorganisation.
Beweis: Aachener Zeitung vom 26.03.99, 56 JahrgangDesweiteren schreibt beispielsweise die "Oberhessische Presse" vom 08.04.99, 134. Jahrgang, Nr. 81, über den Verband folgendes:
Kranke klagen: Ärzte haben zu wenig Zeit
OP sprach mit Marburger Professor und dem Patienten-Verband.
Marburg. Patienten-Verbände in Deutschland klagen, daß Kranke von medizinischen Entscheidungen oft überrollt werden: Sie fordern bessere Informationen.
"Wir haben häufig Beschwerden von Patienten, die sich gerade vor einer Operation nicht richtig über die Risiken aufgeklärt fühlen", sagte Christian Zimmermann, Präsident des Allgemeinen Patienten-Verbandes in Marburg, auf Anfrage der Oberhessischen Presse.
Dabei müsse der Arzt vor komplizierten Eingriffen dem Patienten bis zu einer halben Stunde Zeit widmen, um ihn über mögliche Risiken aufzuklären. Das verlange der Bundesgerichtshof.
"Patienten sollten auf ihrem Recht bestehen und sich vor dem Gespräch möglichst genau aufschreiben, welche Fragen sie im einzelnen noch haben", rät der Verbandespräsident. Wer Zweifel an der Diagnose habe, sollte in jedem Fall die Meinung eines weiteren Arztes einholen.
Dazu rät auch Professor Andreas Neubauer ...Beweis: "Oberhessische Presse" vom 08.04.99, 134. Jahrgang, Nr. 81Die "Neue Marburger Zeitung" vom 25.03.99, 3. Jahrgang, Nr. 83, schreibt über den Verband folgendes:
Allgemeiner Patienten-Verband kritisiert
Beschäftigte zahlen Preis für versäumte Reformen
Marburg (jo) "Es ist ein unmöglicher Zustand, daß wieder am falschen Ende gespart werden soll". So kommentierte gestern Christian Zimmermann, Sprecher des "Allgemeinen Patientenverbands e.V." in Marburg den Stand der Tarifverhandlungen für den Krankenhausbereich. Jedoch: So unerfreulich die Situation für die Beschäftigten im Pflegedienst ist, dürfe man nicht übersehen, daß Einsparungen eigentlich nicht nötig wären. Es sei genug Geld vorhanden, um das Gesundheitswesen zu bezahlen. Es werde nur seit Jahren mit "vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen", so Zimmermann.
Die Misere im Gesundheitswesen sei großenteils hausgemacht. Seit Jahren würden dringend nötige Reformen aufgeschoben. Wegen der daraus resultierenden Verschwendung fehle nun das Geld, mit dem vernünftige Verhältnisse im sozialen Bereich bezahlt werden könnten.
Verschwendung durch Kunstfehler
Als Beispiel für Verschwendung im Gesundheitswesen nannte Zimmermann die Zahl der ärztlichen Kunstfehler. Er sprach von jährlich rund 100 000 Fällen, rund 25 000 davon mit tödlichem Ausgang. Würden die Krankenkassen es ablehnen, die Kosten für diese Fehlbehandlungen zu tragen, könnten sie Milliarden sparen, so der Sprechers des Patientenverbands.
Weitere Beispiele: die zu hohe Zahl von Krankenkassen (bundesweit etwas 600) und die mangelnde Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung.
Als augenfälligen Beleg für die Verschwendung im Gesundheitswesen nannte Zimmermann die Preise für "reimportierte" Medikamente: Werde ein Medikament eines deutschen Herstellers ins Ausland verkauft und anschließend wieder nach Deutschland eingeführt, so ist es billiger, als würde es direkt - ohne den Umweg über das Ausland - angeboten.
Dies spricht nach Ansicht Zimmermanns dafür, daß die deutschen Pharma-Hersteller unverschämt hohe Gewinnspannen haben."Beweis: "Neue Marburger Zeitung" vom 25.03.99, 3. Jahrgang, Nr. 83Die AOK und selbst die Ärztekammer Berlin, die im Gegensatz zu den meisten anderen Ärztekammern gesundheitspolitischen Neuerungen aufgeschlossen gegenübersteht, hat dem gesundheitspolitischen Programm zur Organisation unseres Gesundheitswesen, das von dem Allgemeinen Patienten-Verband unter Federführung des Verbandes im Rahmen eines Ideenwettbewerbs erarbeitet wurde, ihren Respekt bekundet und ihre entsprechende Anerkennung als Urkunde überreicht.
Beweis: Urkunde von AOK und Ärztekammer Berlin vom 30.03.99Das Verbraucher-Magazin "DM", eine Monatszeitschrift, Heft 4, April 1999, S. 48 ff. hat in einem sehr sorgfältig recherchierten Artikel zur Behandlungsfehlerproblematik die Situation in der Bundesrepublik dargestellt und im Rahmen dieses Artikels den Verband wie folgt zitiert:
Märkte und Chancen Ärztepfusch - Halbgötter im Zwielicht...
Die Spurensuche gestaltete sich für Anwälte, Richter und Staatsanwälte noch bis vor wenigen Jahren außerordentlich schwierig. Immer noch fallen medizinische Gutachten parteiisch aus, was früher sogar durch die ärztliche Berufsordnung gefördert wurde. Nachdem das Standesrecht der Ärzte entschärft wurde, wandelte sich auch die Situation vor Gericht. Immer mehr Gutachter lehnen es ab, Kollegen um jeden Preis zu schonen.
Trotz aller patientenfreundlichen Tendenzen: Arzthaftungsprozesse sind juristische Dauerbaustellen. Sie können leicht zehn Jahre dauern und teuer werden. Die Streitwerte sind oft beträchtlich, Anwalts- und Gerichtsgebühren summieren sich schnell auf fünfstellige Beträge.
Um das Kostenrisiko in Grenzen zu halten, rät Christian Zimmermann, Präsident des Allgemeinen Patienten-Verbandes: "Patienten sollten nicht sofort zum Anwalt laufen, sondern sich - so paradox es klingt - zuerst einen vertrauenswürdigen Arzt suchen." Nur durch eine medizinisch-sachverständige Prüfung könne festgestellt werden, ob der behandelnde Arzt einen Fehler begangen hat und der Patienten dadurch geschädigt wurde.
Beweis: Verbraucher-Magazin "DM", Monatszeitschrift, Heft 4, April 1999, S. 48 ffDer Verband ist die größte Verbraucherschutz-Verband mit der längsten Erfahrung von mehr als 30 Jahren.




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